Castro Verde
Online-Reiseführer Alentejo
© Marlene Bunge-Kersten und Hans-Joachim Bunge
Castro Verde mit seinen ca 4.700 Einwohnern ist das Verwaltungszentrum des gleichnamigen Kreises (8.400 EW) mit seinen Gemeinden Casével, Castro Verde, Entradas, Santa Bárbara de Padrões und Santa Bárbara de Padrões.
Castro Verde liegt an der IP2 zwischen Öurique und Beja, 15 km nordöstlich von Ourique.
Bei der Anfahrt aus südlicher Richtung fällt Ihnen die markante Silhouette der Basilika am östlichen Stadtrand ins Auge. Sie werden von der gut ausgeschilderten Innenstadt zu dieser Kirche geführt und können dort auch bequem parken.
Die Basilica Real - das Wahrzeichen der Stadt |
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Das bekannteste Bauwerk von Castro Verde ist die Basilica Real, eine von außen eher karge Kirche aus dem 18.Jh., die über der Stadt thront. Sie ist im Innern ganz mit Azulejos ausgeschmückt, auf denen Szenen aus der Schlacht von Ourique, die 1139 stattgefunden haben soll, dargestellt sind. Leider ist die Kirche - wie üblich - grundsätzlich verschlossen und öffnet ihre Tore nur zu kirchlichen Anlässen.
Schon 1573 hatte Dom Sebastiao an der heutigen Stelle eine relativ primitive Kirche errichtet, die damals aber schon den gleichen Namen trug. Der heutige Bau geht auf die Zeit von 1706 - 1750 und den König Dom Joao V. zurück. Am 2.2.1969 wurde die Kirche durch ein Erdbeben leicht beschädigt.
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Die Basilica Real |
Das Rathaus der Stadt |
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Um sich einen Eindruck von der Stadt zu machen, bummeln Sie einfach von der Kirche über den Rathausplatz zu der "Rotunda das ovelhas" (rotunda = Kreisverkehr), auf der - fast lebensecht- Schafsplastiken weiden.
In der landwirtschaftlich geprägten Umgebung spielen Schafe die wichtigste Rolle. Daß sie Reichtum in die Stadt gebracht haben läßt sich leicht an den großen Stadtpalästen erkennen, die man in dem als arm bekannten Alentejo gar nicht vermutet.
Die Rotunda das ovelhas
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Besonders auffallend ist die Casa D.Maria in der Hauptstraße, ein mit vielen Treppen und Türmen versehener Palast aus dem vorigen Jahrhundert.
Die Stadt hat auch eine Touristeninformation, sie befindet sich am Anfang der Hauptstraße gegenüber dem Einkaufszentrum COOP.
modernes Einkaufszentrum
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Wirklich lohnend ist ein Abstecher zu dem ca. 7 km entfernten Sao Pedro das Cabeças, dem angeblichen Schlachtfeld von Ourique. Die Straße zu diesem Hügel ist ausgeschildert.
Die Historiker sind sich nicht einig, ob in dieser Gegend tatsächlich die berühmte Schlacht von Ourique am 15.7.1139 stattgefunden hat, denn es gibt einen Ort gleichen Namens auch bei Leira weiter nördlich. Die Schlacht gilt als Geburtsstunde des Königreichs Portugal und seiner Ablösung von Kastilien. Afonso Henrique hatte seinerzeit die Mauren entscheidend geschlagen und sich zum König erklärt. Auf dem weit sichtbaren Hügel ist eine Kapelle errichtet, daneben ein Gedenkstein an die bedeutende Schlacht. Die angrenzende Ausgrabung aus der Eisenzeit - eine Grabstätte - fällt kaum ins Auge. Überwältigend ist der Ausblick von der Anhöhe über die flache Landschaft des Alentejo. Einzelne Felder schimmern hell am Horizont, ein beeindruckendes Bild des "campo branco" (=weißes Feld), wie die Gegend hier auch genannt wird.
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Casa D.Maria |
Sao Pedro das Cabeças |
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