Serpa
Online-Reiseführer Alentejo
© Marlene Bunge-Kersten und Hans-Joachim Bunge
Serpa liegt etwa 30 km westlich von Beja und ist über die gut ausgebaute N 260 bequem zu erreichen. Die Kreisstadt (6.500 EW) ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Kreises (16.200 EW) mit seinen Gemeinden:
Aldeia Nova de São Bento,
Brinches,
Pias,
Serpa (Salvador),
Serpa (Santa Maria),
Vale de Vargo und
Vila Verde de Ficalho
  Der Uhrenturm - eines der Wahrzeichen der Stadt |
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Schon von weitem sehen Sie die mächtige Stadtmauer, die die gesamte Innenstadt quadratisch umfaßt.Wegen der sehr schmalen Straßen im Stadtkern ist es ratsam, das Auto außerhalb der Stadtmauer stehen zu lassen, Parkmöglichkeiten gibt es genug.
Den zentralen Platz der Stadt, die Praça da Republica, erreichen Sie zu Fuß in wenigen Minuten. Hier befinden sich das Rathaus, die sehr gut ausgestattete Touristeninformation (an der westlichen Ecke) und das viel besuchte Cafe Alentejano mit einem Restaurant im 1.Stock.
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Gleich neben der Touristeninformation führt eine Treppe hangaufwärts am Uhrenturm und der Kirche Santa Maria vorbei zum Kastell, das Sie als Erstes ansteuern sollten.
Sowohl Turm als auch die Kirche wurden im 14 Jh.errichtet. Sie können nicht besichtigt werden. Vermutlich befand sich an Stelle der Kirche vorher eine Moschee, der Turm diente ursprünglich dem Schutz der Burg.
          Praça da Republica
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Der Weg führt Sie weiter durch schmale Gassen mit kleinen, schneeweiß gekalkten quadratischen Häusern bergauf.
In den Innenhof der Burg gelangen Sie, wenn Sie dem Schild "Museu Arqueologico" folgen. Sie müssen sich an die Öffnungszeiten halten: 9 - 12.15 und 14.00 - 17.15 Uhr, montags geschlossen, ansonsten stehen Sie vor einem verschlossenen Eisengitter. Die Burg wurde auf den Resten einer maurischen Befestigung im 13.Jh. unter König Diniz I. erbaut, nachdem die Stadt aus maurischer Hand "befreit" worden war. In einem der noch erhaltenen Gebäude ist ein archäologisches Museum eingerichtet. Zu sehen sind hauptsächlich Steinfunde und Werkzeuge, im ersten Stock befindet sich auch eine kleine Ausstellung von Gebrauchsgegenständen. Der Eintritt zum Museum ist frei.
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Der Eingang zum Kastell |
Das Archäologische Museum |
Es lohnt sich auf jeden Fall, einmal auf die Festungsmauern hinaufzusteigen und auf ihnen die Burg zu umrunden. Der Aufstieg befindet sich gleich neben dem Museumseingang. Blicken Sie von oben herab in westliche Richtung, sehen Sie einen Aquädukt mit 19 Bögen auf der Stadtmauer. Diese Wasserleitung wurde im 17.Jh. einzig und allein deshalb gebaut, um den Palast des Grafen von Ficalho, der gleich neben der Stadtmauer liegt, mit Wasser aus einem Ziehbrunnen zu versorgen. Blick von den Festungsmauern auf Serpa
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Nach dieser Besichtigungstour gehen Sie zurück zum Praça da Republica. Ein Eckgebäude des Platzes ist nach seiner Beschilderung eine Käsefabrik, die bei unserem Besuch jedoch geschlossen hatte. Über den berühmten Schafskäse aus Serpa können wir deshalb aus eigener Anschauung nichts berichten.
Gönnen Sie sich eine kleine Pause am Praça da Republica und überlegen sie sich, ob Sie noch einen Abstecher zum Uhrenmuseum machen möchten. In dem privaten Uhrenmuseum, das in einem Klostergebäude aus dem 16.Jh. eingerichtet ist, sind ca. 1500 Uhren aus der Zeit ab 1650 ausgestellt. Das Museum bietet sonnabends, sonntags und feiertags geführte Rundgänge stündlich von 10.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 17.00 Uhr, von Dienstag bis Freitag 14.00- 17.00 Uhr an. Der Eintritt kostet 2 Euro. Zum Museum kommen Sie, wenn Sie die Rua dos Cavalos (gegenüber dem Cafe Alentejano) stadtauswärts gehen.
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Strassenansicht |
Uhrenmuseum |
Auf keinen Fall versäumen sollten Sie einen Spaziergang zum Ethnographischen Museum. Folgen Sie der Hauptstraße Rua dos Fidalgos links am Rathaus vorbei stadtauswärts bis hinter die Stadtmauer. Die imposanten Stadthäuser aus dem 18. Jh. in dieser Straße mit ihren kunstvoll gefertigten mächtigen Türen und schmiedeeisernen Gittern zeugen vom damaligen Reichtum der Großgrundbesitzer. Ein paar Schritte hinter der Stadtmauer geht es links ab auf den Largo do Corro, an dem das Ethnographische Museum liegt.
Das große, offensichtlich frisch renovierte Museum konnten wir nur von außen besichtigen, denn obwohl wir zu den regulären Öffnungszeiten ( 9.00- 12.30 und 14.00-17.30 Uhr, montags,sonntags und feiertags geschlossen) vor der Tür standen, war weit und breit niemand zu sehen. Uns blieb nur der Blick durch die großen Fenster, bei dem wir nahezu alle Gerätchaften, die zur Wein und Ölherstellung benötigt werden, erblicken konnten.
Gehen Sie noch weiter stadtausärts, zeigt ein Schild nach links zur "Rua da Ladeira", wo Sie noch alte Lehmhäuser, schachtelartig aneinandergereit besichtigen können.
Übrigens: Ein Ausflug zur Wallfahrtskirche Saõ Gens und der gleich nebenan liegenden Pousada lohnt sich unserer Meinung nach nicht.
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Rua dos Fidalgos |
Das Ethnographische Museum |
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